Unter einer Decke

1–2 Minuten

Sonnabend, den 30. Januar 1926 – Lottes Verlobungstag

Lachend blauer Himmel. Wie Frühling. Ein Geheimnis!

Nach der Turmstraße. Telefon.

„Fräulein Schmidt, oder?“
„Wie? Herr Schmidt? Ist Lotte nicht da?“
„Doch, soll ich sie rufen?“
„Nein, nur ob sie da ist, dann kommen wir herunter.“
„Gut, ja.“

Es war’s! Dann sauste ich mit dem dicken Nelkenstrauß hinunter.

Lotte war vor Freude rot, fast sprachlos: „Wie kommst du denn dazu?“

Da kam Kurt heraus. Als er den Brief sah, drehte er sich laut lachend um und ging fort. Dieses Lachen tat mir weh.

Im Zimmer: „Ihr steckt doch alle unter einer Decke!“

„Gott sei Dank!“

Bine stürzt wieder auf mich zu, will mich küssen. Lotte geht mit uns die Uslar entlang, der Sonne entgegen. Sie ist selig.

Eigentlich sollte ich heute Abend schon wieder kommen, aber Bine: „Sie ist noch so jung, sie darf nicht so viel mit Fräulein Blut zusammen, denn morgen! Und was mache ich mit Frl. Sprenger?“

Und wir hatten uns wieder so rote Backen geholt, meinte er. Dann musste er mich wohl wieder ansehen, denn alle schwiegen. Ich konnte nur zurückblicken.
Da lachte er kurz auf und drehte sich um.

Und Edam hat mir Donnerstag drei Bilder geschenkt, auch das eine. Er auch…

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