Ein Blick aus dem Fenster

1–2 Minuten

Freitag, den 26. Februar 1926

Als ob es Frühling würde.

Nach Tisch lief ich, um einmal hinauszukommen, die Mauer im Berggarten entlang. Wie lachend die Sonne auf den roten Dächern der weißen Häuser lag, wie leuchtend grün Felder und Wiesen waren! Ach, wie schön war die Welt. Oben auf dem Berg kläffte Waldi. Kam denn noch kein Auto die Straße herauf? Lotte und Kurt waren doch ausgefahren. Ich hatte alles vom Fenster aus beobachtet und über Edams schneidiges Fahren gestaunt. Als ich dann die beiden einsteigen sah, wäre ich so gern mitgefahren, bei diesem herrlichen Wetter.

Und ich muss hier drinnen beim Kind sitzen wie in Gefangenschaft, während draußen der Frühling ist.

Also ist er gesund. Hoffentlich, hoffentlich fährt er morgen mit. Bis Montagabend habe ich Urlaub. Heute Nachmittag fährt die Baronin nach Göttingen. Wenn ich nur erst wüsste, ob er mitfährt. Ich muss Bine nachher wohl einmal allein lassen und hinuntergehen.

Abends

Er ist nach Berlin gefahren. Lotte hat ihn bis Göttingen gebracht. Sonntagabend kommt er zurück.

Warum das?

Na warte, du.

KI generiert

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