

Freitag, den 5. März 1926
Bine meinte, ich solle nicht immer hinuntergehen. Aber ich musste Lotte doch den Schlüssel bringen. Sie wusch sich gerade die Haare, also leistete ich den Alten Gesellschaft.
Kurt war in Günthersen. Ich konnte nicht anders, ich musste wieder von Haas anfangen, der nach Aussage der Baronin schon vielen Leuten „den Hals zugezogen“ habe. Es beruhigte mich, was der alte Herr Schmidt erzählte: Natürlich müsse man auf der Hut sein, aber bislang könne man nicht klagen.
Edam wurde gerufen. Der alte Herr Schmidt berichtete, Edam habe bei Tisch gesagt: „Warum müssen Sie denn immer nach oben? Wichtel soll doch herunterkommen!“
Diesmal brachten die beiden mich bis an die Tür.
Abends schnappte Lotte noch gerade die Baronin hier ab und unterhielt sich mit ihr, während ich Bine gute Nacht sagte.
Und dann unser Gespräch.
Wir schilderten einander unser Äußeres. Meine Schärfe seien meine Augen. Darum beneide sie mich. Ihr Schönstes sei ihr weicher Frauenmund. Und unsere Hände: ihre merkwürdig weißen, langen Finger.
Sie glaubt, dass ich gewinnen kann, was ich liebe. Sie will mir „auf die Beine helfen“.
Und dass Edam mich so liebte, hätte sie nicht gedacht. Ich müsse gut zu ihm sein. Deshalb habe ich ihm zwei Silbertaler mitgeschickt.
Von ihrem Baron jedoch kein Wort in Bezug auf mich. Nicht eines.
Was bedeutet das?


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