
Dienstag, den 2. Februar 1926
Dort, wo die Tote liegt, sind die Fenster weit geöffnet. Er stand vor der Haustür, weinend und sinnend, ging über den Hof und wieder zurück. Davon zehre ich nun.
Nachmittags sah ich ihn im gelben Wagen wegfahren, allein. Fräulein Sprenger hat sich nach Kränzen erkundigt. Sie ist so lieb zu mir.
Gestern hatte ich eine furchtbare Nacht, voller Unruhe und Angst. Heute ist es besser.
Wenn sie wüssten, dass ich immer an ihn denke. Immer: ihr Leid ist mein Leid. Die Baronin kommt erst morgen Mittag zurück.
Aber Bine fühlt sich ganz glücklich bei mir. Ich muss ihm mehr zeigen, wie lieb ich ihn habe!
Es regnet unaufhörlich. Mir geht so viel durch den Kopf, und stundenlang kann ich mir sein Bild ansehen.


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