Das offene Grab

1–2 Minuten
Seite 93 Teil 1

Mittwoch, den 3. Februar 1926

Bine und ich gingen den altbekannten Weg zum Kirchhof hinauf. Das Grab war schon ausgehoben, nicht weit davon eine Fläche brauner Heide. Der Kirchhof liegt schön hoch. Hier muss es sich gut ruhen lassen. Morgen werde ich dort mit den Menschen stehen, die mir auf der weiten Welt am liebsten sind.

Zum Lechtmar hin war es wieder so merkwürdig. Hier bekommt das Kind immer seine Weinsucht und erzählt mir, schluchzend, sie habe das Gefühl, dass ich nicht mehr so zu ihr gehörte. Jetzt nach den Ferien, wo ich jeden Tag zu Sch. gehe.

„Und du bist doch mein Schwesterchen, mit mir bist du doch verwandt, mit denen nur befreundet.“

Und wieder dieser Angstblick, ich könnte von ihr gehen. Ihre Eifersucht erinnert mich an die Mäusel.

Um zwei kam die Baronin zurück. Beim Tischgespräch: „Sie gehen doch gewiss zu der Beisetzung?“

„Ja, ich gehe.“

Idel schreibt auch, ich müsse bestimmt mitgehen.

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