
Donnerstag, den 15. April 1926
Wenn es länger als vierzehn Tage mit mir dauert, soll ich Käthe als Vertretung schicken. Danach vier oder fünf Wochen nach Imshausen. Dann wäre ich also wieder fort von ihnen. Ich verstehe das alles nicht.
Wenn nur die Kasse endlich schriebe, damit ich ins Krankenhaus könnte.
Und dabei ist ein Frühlingswetter draußen. Ein Grünen und Blühen ohne Ende.
Die ganze Verwandtschaft ist im Tiergarten. Marie habe ich meinen weißen Rock, Pullover und den Hut dazu gegeben.
Käthe ist verzweifelt. Ihr Paul ist abgereist.
Überall Trennung, Leid und Schmerz.

17. April bis 17. Mai 1925
Hannover-Linden, Krankenhaus II. Station 11.

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