Ein Traum zerbricht

1–2 Minuten
Seite 132 Teil 3

Sonnabend, den 5. Juni 1926

Menschen. Lachen. Reden. Essen, Trinken. Hin und her durch das Lustfeld. Burgenfahrt.

Professor Ebhardt aus Berlin. Barle. Platten mit belegten Broten. Und Regen.

Er war auch da: „Guten Tag, Wichtel.“

Er hielt meine Hand. Viel zu lange. Fräulein Mahrnholz wandte sich ab: „Nun lassen Sie sich doch mal erzählen.“

Und dann erzählte er. Von seinem Zusammensein mit Käthe. Ich sei viel zu lange bei der Tante geblieben. Die kurzen Röcke …

Und wie er sprach. Dieses Lachen, dieser Ton.

Da wusste ich es: Er liebt mich nicht. Er hat mich wohl nie geliebt.

Alles war nur ein Traum.

Idels Brief heute Morgen. Nun verstehe ich ihn. Er will sich nur mit mir amüsieren. Heiraten will er eine Freundin von Lotte. Das hat er Käthe gesagt.

Warum, Gott, hast du mir die Liebe zu diesem Menschen ins Herz gelegt? Müssen alle so leiden?

Wäre ich doch fort. Ganz fort.

Ich habe mir Heckenrosen gepflückt. Wie sie leuchten. Wie sie duften.

Morgen bin ich allein mit dem Kind.

Und meine Liebe muss sterben.

KI generiert

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