Autor: Helene Oltrogge
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Von Perlen und Muscheln
Donnerstag, den 25. Februar 1926 Bine geht es besser. Um drei Uhr steht sie wieder auf. Und ich fahre Sonnabend nach Hannover. Heute war ich eine halbe Stunde unten. Im Flur sagte mir Frau Schmidt, dass ihr Sohn auch krank sei: gestern im Bett gelegen, wahnsinnig transpiriert, heute wieder auf, aber noch mit etwas Fieber.…
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Das Kind lässt mich nicht
Mittwochabend, 24. Februar 1926 Seit Sonntag bin ich nicht mehr unten gewesen. Das Kind ließ mich nicht fort. Idel erwartet mich voll Sehnsucht. Die Augen der Baronin sind jetzt immer gütig, wenn sie mich ansieht, weil sie nun endlich weiß, wie ich zu Bine bin. Und noch immer nur die eine Bitte: Lieber Gott, schenke…
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Noch kann ich umkehren
Dienstag, den 23. Februar 1926 Es ist halb elf. Eigentlich sollte ich jetzt in Hannover sein, aber es kam wieder anders. Draußen zwitschern die Vögel. Es ist ein fröhlicher Vorfrühlingstag. Eben bin ich durch die Gärten gestreift: erst auf der Mauer entlang zum Paradies, dann den schmalen Grasweg hinauf zum Gewächshaus. Vom oberen Berg rief…
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Als säßen nur wir beide da
Sonntagmittag, den 21. Februar 1926 Ob die Sonne noch durchkommt? Dann wollten wir Aufnahmen machen und in die Steinhöfe fahren. Ach, ist das Leben unsagbar schön! Zwar wusste ich gestern abend beim Baron die Nebenflüsse des Mains nicht. Weshalb er meinte, ich sei wohl auch aus Versehen Lehrerin geworden. Dann noch ins Herrenzimmer. Ich saß…
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Mein Herz jauchzt
Sonnabend, den 20. Februar 1926 Es regnet noch immer. Eigentlich sollte ich jetzt in Hannover sein. Die arme Idel! Ob sie schon mit dem Auto nach Göttingen gefahren sind? Lotte besorgt mir Garn für Idels Schal. Sonst ruft sie an, und ich fahre heute Nachmittag selbst mit. War das gestern Abend wieder herrlich mit uns…
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In seiner Hand
Donnerstag, den 18. Februar 1926 Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Die Baronin und Bine fahren von Dienstag bis Donnerstag nach Imshausen. Also kann ich auch Sonnabend nicht mit ihm fahren. Ich muss heute gleich hinunter und es ihm sagen. Warum hat das nun nicht sein sollen? Ich war unten. Der alte Herr…
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Ich bin nun mal so
Mittwoch, den 17. Februar 1926 Vormittags In kriegerischer Stimmung bin ich von gestern her. Die da unten quälen mich noch tot! Was wollen sie denn bloß? Ich habe eine Wut auf Kurt! Ich könnte ihn vermöbeln! Nachmittags halb sechs lief ich im Kostüm hinunter. Über den Hof gehend, pfeift jemand. Ich winke mit dem Handschuh.…
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Kurt und Edam
Montag, den 15. Februar 1926 Eine wunderbare Ruhe und Freude ist in mir. Freude, dass gestern ein so schöner Sonntag war. Und dass er am Sonnabend oder Freitag mit mir nach Hannover fährt.Lottes Bild steht neben mir. Gestern schenkte sie es mir. Ich weiß nicht, was ich anfangen soll. Mit Bine gab es wieder den…
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Liebe ohne Antwort
Sonnabend, den 13. Februar 1926 Das Kind quälte mich. Deswegen bin ich nicht mit nach Göttingen gefahren. Wir haben einen weiten Gang gemacht, durch das grüne Tal, zurück über den Lechtmar. So traurig war ich. Wie das Kind mich verstand: „Mir ist immer, als ob da hinter den blauen Bergen das Glück liegen muss, dann…
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Steinerne Ruhe
Freitag, den 12. Februar 1926 Der Kaffeetisch ist festlich gedeckt. Lotte kommt! Bine strahlt. Bei Tisch Gespräch: Familie Pinghut empfängt Besuch. Nach der Schule liefen Bine und ich hinunter. Herr Freudental sprang mit seinem Auto beinahe auf uns zu. Entschuldigte sich dann vielmals und fragte mich an der Tür, ob Herr Schmidt wohl zu Hause…
