Autor: Helene Oltrogge

  • 100 Jahre später: Danke, Hedwig – und danke an euch!

    100 Jahre später: Danke, Hedwig – und danke an euch!

    Letzte Woche, am 4. Oktober, ist das Unvermeidliche passiert: Der letzte Eintrag in Hedwigs Tagebuch ist erschienen. Genau 100 Jahre, nachdem sie die letzten Zeilen mit Tinte auf Papier gebracht hat, schließt sich dieser Kreis nun auch hier auf dem Blog. Und das passenderweise an ihrem Geburtstag! Sie wäre letzte Woche 125 Jahre alt geworden.…

  • Das weiße Haus

    Das weiße Haus

    Montag, den 4. Oktober 1926 25 Jahre. Und das letzte Jahr war das schönste und das schwerste. Aber mein Lachen habe ich noch! Gestern war es herrlich: Annemarie, Hilde, Marie und Wilma. Viel habe ich ihnen erzählt und wir waren ausgelassen froh! Die Tanten freuten sich an unserem Lachen. Ach, sie sind alle gut zu…

  • Ein letztes Lebewohl

    Ein letztes Lebewohl

    Sonntag, den 19. September 1926. Hannover Tante Idel kocht. Um 4 kommen die Tanten. Ich kann es kaum glauben, dass ich wieder hier bin. Mittwoch fahren wir nach Riethagen und vorigen Mittwoch kam ich wieder. Käthe hatte ich in den Zug nach Riethagen gesetzt. Nun war ich allein. Und wie ich über den Bahnhofsplatz ging,…

  • Leid bindet mehr als Glück

    Leid bindet mehr als Glück

    Sonntag, den 12. September 1926. Adelebsen Zum letzten Mal das Kind und ich unseren Lieblingsweg gegangen: durch die Gärten, am Friedhof vorbei, wo seine Großmutter nun schon ein halbes Jahr schläft. Die Heide verblüht, die Berge in der Ferne im Nebel. Über den Lechtmerberg, von wo man die Welt sah und fühlte, die hinter den…

  • Lieber allein bleiben als…

    Lieber allein bleiben als…

    Freitag, den 10. September 1926 Göttingen. Hilde, Cron und Lanz. „Du brauchst es bestimmt nicht zu bereuen, dass es nichts geworden ist!“ Unter dem weißen Hut hervor leuchteten ihre Augen, ihre Backen waren rot. Sie hat ihre Ideale behalten und will lieber allein bleiben als… Alles habe ich mir vom Herzen geredet, die Zeit war…

  • Mokka, Wein und helle Kleider

    Mokka, Wein und helle Kleider

    Mittwoch, den 8. September 1926 Abends. Mokka, Wein, helle Kleider, Lachen, Tanz. Fräulein Mahrenholz, Dr. Reiler, zwei Bremer. Aber mein Herz lachte nicht so mit. Warum ist alles jetzt so schal, so nüchtern? Und Lotte und Käthe verstehen sich nicht so ganz. Lotte ist so viel stiller als sonst. Das letzte Wort von der Rheinländerin…

  • Grüße nach Schliestedt

    Grüße nach Schliestedt

    Dienstag, den 7. September 1926 Nach der Schule hinunter. Käthe saß unten mit Lotte und handarbeitete. Die Baronin lädt sie zum Essen ein. Heute Nachmittag gehe ich hinunter und dann sind Lotte und Käthe abends bei mir. Darauf freue ich mich! Tante Adelheid ist heute Morgen nach Schliestedt abgereist, ich gab ihr viele Grüße mit.…

  • Klug und gut!

    Klug und gut!

    Sonntag, den 5. September 1926 Abends unten. Gesungen, gespielt, ohne dass mein Herz wehtat. Er saß neben mir wie einst, er sah mich schweigend an. Meine Sehnsucht war nicht mehr bei ihm. Weit flog sie über die dunklen Berge in das Land des Friedens, wo über weiter Ebene leuchtend rot die Sonne unterging. Alle Mauer,…

  • Saiten aus Göttingen

    Saiten aus Göttingen

    Sonnabend, den 4. September 1926 Gestern Abend, wie ich Käthe hinausließ, musste ich noch zum Baron ins Zimmer kommen. Er gab mir für Bine ein Blatt mit, aber ich fühlte, er wollte mich noch mal gesehen haben. Ob wegen der Konkurrenz oder wegen Schliestedt? Heute Käthe erst mit nach Uslar, dann nach Göttingen. Sie bringen…

  • Erlebt und überwunden

    Erlebt und überwunden

    Freitagnachmittag, den 3. September 1926 Goldene Sonne hier. Käthe, Lotte und ich. Wir drei zusammen, und wir lachen und sind ernst. Gestern Uslar. Bekomme mein Geld nicht. Saßen in der Konditorei, da habe ich ihnen von Schliestedt erzählt und lebte auf. Ich immer vorn bei Kurt, Frieden geschlossen. Er erzählte mir von seinem Herzenskind und…